Anteil der "umweltbezogenen Steuern" geringer 

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt,

betrugen die Einnahmen aus "umweltbezogenen Steuern" nach Angaben der

Umweltökonomischen Gesamtrechnungen im Jahr 2006 rund 55 Milliarden

Euro und waren damit gegenüber 2005 nahezu unverändert (– 0,2%). Die

gesamten Steuereinnahmen der öffentlichen Haushalte (im Jahr 2006

insgesamt 526,3 Milliarden Euro) sind im Vergleich zum Vorjahr um

7,6% gestiegen. Damit hat sich der Anteil der umweltbezogenen Steuereinnahmen an den Steuereinnahmen insgesamt um 0,8 Prozentpunkte auf 10,5% vermindert.



Im Jahr 2006 entfielen von den „umweltbezogenen Steuern“ 39,9

Milliarden Euro auf die Mineralölsteuer, 8,9 Milliarden Euro auf die

Kraftfahrzeugsteuer und 6,3 Milliarden Euro auf die Stromsteuer. Die

Einnahmen sind bei der Mineralölsteuer um 0,5% und bei der

Stromsteuer um 2,9% gesunken, während die aus der Kraftfahrzeugsteuer

um 3,0% gestiegen sind.



Die Zusammenfassung der drei genannten Steuerarten zu

"umweltbezogenen Steuern" folgt einer auf internationaler Ebene

gebräuchlichen Abgrenzung, die alle Steuern zusammenfasst, die den

Energieverbrauch, die Emissionen, den Verkehr oder schädliche

Stoffausbringungen (Pestizide oder ähnliches) besteuern, unabhängig

von den Beweggründen für die Einführung der Steuer oder von der

Verwendung der Einnahmen.



Im Rahmen der ökologischen

Steuerreform wurde 1999 die Stromsteuer eingeführt sowie eine

schrittweise Erhöhung der Mineralölsteuersätze in den Jahren 1999 bis

2003 realisiert. Die Steuersätze liegen derzeit zum Beispiel für

unverbleites und schwefelarmes Benzin bei 65,45 Cent je Liter, für

schwefelarmen Dieselkraftstoff bei 47,04 Cent. Die 2005 eingeführte

Lastkraftwagen-Maut für die Benutzung der Autobahnen (Einnahmen im

Jahr 2006 rund 3 Milliarden Euro) ist nicht in den umweltbezogenen

Steuern enthalten.