Die meisten Bundesbürger werden 2007 unterm Strich ein höheres Nettoeinkommen zur Verfügung haben. Das ergab eine Simulationsrechnung des Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstituts (FiFo) für die Financial Times Deutschland. Laut Studie werden die Anhebung der Renten- und Krankenversicherungsbeiträge durch die geplante Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrags „mehr als ausgeglichen“.
Dabei zeichnet sich durch die im nächsten Jahr wirksame Beitragssatzänderung ein deutlicher Trend ab: Wer mehr verdient, wird auch stärker entlastet. Auf Haushalte mit einem verfügbaren Nettoeinkommen zwischen 35.800 und 46.100 Euro entfallen, so die Financial Times Deutschland, „die höchste relative Entlastung.“ Unterm Strich müsse diese Einkommensgruppe knapp 270 Euro weniger an Abgaben zahlen.
Wie das Blatt weiter ausführt, steigt die Entlastung bei noch höheren Einkommen auf knapp 360 Euro. Allerdings fallen die „auf das Einkommen bezogene prozentuale Entlastung bei den ganz Reichen“ im Vergleich zu der darunter liegenden Einkommensgruppe geringer aus, weil Gutverdiener keine sozialversicherungspflichtigen Abgaben zahlen müssen. Bei der FiFo-Berechnung blieben jedoch steuerliche Änderungen wie die Erhöhung der Mehrwertsteuer und die Kürzung der Pendlerpauschale unberücksichtigt.
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