Die Bundesregierung will nach dem Banken-Rettungsfonds nun einen "Wirtschaftsfonds Deutschland" als Schutzschirm für durch die Finanzkrise gebeutelte Unternehmen gründen. Das berichtet das "Handelsblatt", das sich dabei auf Informationen aus dem Bundeswirtschaftsministerium bezieht.
In dem Fonds soll das zusätzliche Bürgschaftsvolumen im Umfang von insgesamt 100 Milliarden Euro gebündelt werden. Ebenfalls soll dieser Fonds ein verbessertes Kreditprogramm für größere Firmen mit einem Volumen von 25 Milliarden Euro enthalten.
Nach Informationen des Handelsblatts aus Regierungskreisen soll der Wirtschaftsfonds eine ähnliche Struktur haben wie der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin). Es sei geplant, für den Wirtschaftsfonds ein Gremium mit Persönlichkeiten aus der Wirtschaft sowie einen Lenkungsausschuss mit Vertretern der Bundesregierung zu gründen.
Bisherige Pläne sehen vor, dass Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 500 Millionen Euro Anträge auf Kredithilfe stellen können. Nach einem internen Papier aus dem Wirtschaftsministerium, das dem Handelsblatt vorliegt, soll der maximale Kreditbetrag auf 300 Millionen Euro beschränkt werden.
Unternehmen, die Kredite zur Wiederherstellung ihrer Liquidität oder zur Stärkung ihrer Bilanz aufnehmen, sollen eine Haftungsfreistellung von 50 Prozent erhalten. Sie erhalten dagegen 70 Prozent Freistellung von der Haftung, wenn sie den beantragten Kredit für Investitionen verwenden wollen.
Die Bundesregierung hat nach Angaben der Zeitung zusätzlich angedacht, dass die staatliche KfW Bankengruppe als Partner fungiert und für gefährdete Unternehmen Finanzierungshilfen bereitstellt.
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