Ehrlichkeit ist nicht teuer 

Entgegen gängigen Vorurteilen entstehen durch die offizielle Anmeldung einer Haushaltshilfe kaum Mehrkosten. So zahlen private Arbeitgeber 2008 nach geltendem Recht maximal 12,30 Euro im Monat mehr, wenn sie die Kosten für die Hilfe bei der Steuer geltend machen.

"Unter dem Strich kostet ein 400-Euro-Minijobber nur wenig mehr als eine schwarz beschäftigte Haushaltshilfe und für die Zukunft plant die Bundesregierung noch weitere steuerliche Entlastungen, so dass sich Ehrlichkeit tatsächlich lohnt", sagt Dr. Erik Thomsen, Leiter der Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See.

Wer wissen will, wie viel es genau kostet, seine Haushaltshilfe als 400-Euro-Minijobber anzumelden, kann das mit dem neuen Online-Rechner der Minijob-Zentrale ausrechnen. Einfach im Internet unter www.minijob-zentrale.de die Rubrik "Privathaushalte als Arbeitgeber" auswählen, den durchschnittlichen Monatsverdienst (maximal 400 Euro) der Hilfe in den Rechner eingeben und die Extrakosten auf einen Blick sehen. Der Vorteil: Nicht nur die Abgaben sind transparent, die auf den Verdienst zu entrichten sind, sondern auch der Betrag, den der Arbeitgeber am Jahresende von seiner Steuer abziehen kann.

Arbeitgeber, die ihre Haushaltshilfe anmelden möchten, müssen sich nur ein kurzes Formular auf der Website der Minijob-Zentrale ausdrucken, ausfüllen und per Post an die Minijob-Zentrale, 45115 Essen schicken. Erhältlich ist der Haushaltsscheck auch per Telefon 01801 200 504 (Festnetzpreis 3,9 Cent/Min; andere Preise aus Mobilfunknetzen möglich).