G20-Gipfel: Hedge-Fonds demnächst unter Aufsicht 

Beim G20-Gipfel haben sich die 20 wichtigsten Industrienationen und Schwellenländer in London auf eine stärkere Regulierung für die Finanzmärkte geeinigt. Insgesamt konnten sich die USA und Großbritannien mit ihrem Schwerpunkt der Krisenbekämpfung nicht durchsetzen.

Die G20-Staaten versprachen aber den ärmsten Ländern der Erde Unterstützung. Um den Welthandel und die ärmsten Länder der Erde zu stützen, stellen die G20-Staaten weitere 1,1 Billionen Dollar zur Verfügung, berichtet die "Deutsche Welle" im Internet. Insgesamt sollen bis Ende nächsten Jahres fünf Billionen Dollar zur Ankurbelung der Wirtschaft eingesetzt werden.

Besonders Frankreich und Deutschland hatten auf grundsätzliche Verbesserungen am Finanzsystem gedrängt. So sollen Rating-Agenturen und Hedge-Fonds einer staatlichen Aufsicht unterstellt werden, wie sie auch für Banken existiert. Auf Änderungen müssen sich auch Manager gefasst machen, brichtet das Magazin "Focus". Ihre Vergütungen sollen stärker als bisher einen langfristigen Erfolg belohnen.

Beschlossen wurde außerdem eine "Schwarze Liste" der unkooperativen Steueroasen. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) veröffentlicht darauf Länder, die eine Zusammenarbeit mit ausländischen Steuerbehörden in Fällen von Geldwäsche, Steuerflucht und Steuerbetrag verweigern. Wie "Focus" berichtet, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sich mit der Forderung durchgesetzt, diese Liste so schnell wie möglich zu veröffentlichen.