Der Lohn aus Ferienjobs von Kindern, deren Eltern Hartz IV-Leistungen (ALG II) erhalten, soll nicht mehr auf die elterlichen Sozialleistungen angerechnet werden. Das kündigte der CDU-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder im ARD-Talkmagazin "hart aber fair" an.
Wie "Welt Online" berichtet, dürfen Kinder bisher monatlich nur 100 Euro in ihren Ferienjobs frei hinzu verdienen. Von jedem zusätzlichen Euro werden den Eltern 80 Cent ihres eigenen Hartz IV-Satzes wieder abgezogen.
Lohn nicht auf Hartz IV der Eltern anrechnen
In der ARD-Sendung wurde ein konkreter Fall von Mutter und Tochter geschildert. So hatte die 15-jährige Tochter mit einem Ferienjob 600 Euro verdient, um sich einen Bass zu kaufen. Das zuständige Jobcenter rechnete jedoch das Geld aus dem Ferienjob auf das Arbeitslosengeld II der Mutter an. Diese erhält wegen ihres niedrigen Gehalts Hartz IV in Höhe von 520 Euro pro Monat als Aufstockung. Den angerechneten Betrag in Höhe von 334 Euro zahlte sie mehrere Monate lang in Raten zurück.
Volker Kauder sagte nach Angaben der Zeitung dazu in der Sendung: "Dieser Fall wird geregelt werden, der wird so nicht mehr vorkommen können." In der nächsten Legislaturperiode werde man sich um diese Bestimmung kümmern. "Wir müssen uns das noch mal sehr genau anschauen."
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