Höhere KfZ-Steuer für teure Autos 

Heute haben sich die Finanz-, Wirtschafts- und Umweltminister nach drei Jahren Auseinandersetzung auf einen Einstieg in eine klimafreundliche KfZ-Steuer geeinigt. Künftig steigt der Steuertarif linear mit dem CO2-Ausstoß an, wobei der Tarif auch weiterhin zum Teil nach dem Hubraum der Autos berechnet wird. Das berichtet das "Handelsblatt" in seiner Onlineausgabe.

Bis zuletzt hatten Union und SPD nach Angaben der Zeitung darüber gestritten, wie hoch die Steuer für große teure Autos mit hohem Verbrauch sein soll: Sie wird nun für diese Autos geringfügig höher als heute liegen.

So muss der Besitzer eines Audi A8 statt heute 648 Euro künftig 657 Euro zahlen. Gewissermaßen "abgestraft" wird lediglich Chryslers CO2-Schleuder Dodge Viper, für die die Kfz-Steuer von 560 auf 904 Euro steigen soll.

Steuervorteile soll es dagegen für Kleinwagen geben, etwa für den Smart, für den nur ein Drittel der bisherigen Steuer zu zahlen sein wird, oder den Opel Agila, für den sich die KfZ-Steuer fast halbiert.

Den ersten Entwurf für eine Änderung der KfZ-Steuer aus dem Bundesfinanzministerium hatte Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) zurückgewiesen, weil ausgerechnet Pkws mit hohem CO2-Ausstoß stärker entlastet worden wären als Kleinwagen mit geringem Benzinverbrauch.

Die Steuerausfälle sollen nach Angaben der Zeitung auf die nächsten fünf Jahre verteilt nicht mehr als insgesamt 1,8 Mrd. Euro betragen. Schließlich setzte der CSU-Verkehrsexperte Hans-Peter Friedrich den Vorschlag durch, die Besteuerung des Hubraums bei PS-starken Diesel-Fahrzeugen nicht auf 300 Euro zu begrenzen. Im Gegenzug sollen die Mehreinnahmen bei großen Autos zur Senkung der Steuersätze verwendet werden.

Nach Ansicht von Friedrich hätte eine vollständige Umstellung der Steuer auf CO2-Ausstoß zu viele Steuereinnahmen gekostet, schreibt das Handelsblatt.