Die Bundesregierung wird im Herbst des kommenden Jahres über eine Kindergelderhöhung für 2009 entscheiden.
Entscheidungsgrundlage für ein höheres Kindergeld ist der turnusmäßige Bericht des Bundesfinanzministeriums über die Höhe des steuerfrei zu stellenden Existenzminimums, so ein Bericht des "Hamburger Abendblatts". Der Bericht über das Existenzminimum wird im Herbst 2008 vorliegen. Eine mögliche Kindergelderhöhung ab 2009 könnte dann rechtzeitig mit den Beratungen über den Haushalt beschlossen werden, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg gegenüber dem „Abendblatt“.
Die Ausgaben von Bund und Länder für Kindergeld und Kinderfreibetrag belaufen sich derzeit jährlich auf etwa 35 Milliarden Euro. Wird das Kindergeld um monatlich zehn Euro pro Kind erhöht, kostet das den Staat jedes Jahr etwa zwei Milliarden Euro, heißt es im Abendblatt weiter.
Aktuell zahlt der Staat jeden Monat 154 Euro Kindergeld für die ersten drei Kinder und weitere 179 Euro für das vierte und jedes weitere Kind. Alternativ gewährt das Finanzamt einen jährlichen Steuerfreibetrag von 5808 Euro.