Hohe Honorare für Steuerberater 

Steuerberater verdienen zu viel. Dieser Meinung sind jedenfalls die vom Forsa-Institut im Auftrag des Wirtschaftsmagazins "impulse" befragten 501 Unternehmer. In der Ausgabe 4/2006 des Magazins bescheinigen

die Firmenchefs ihren Steuerberatern zwar mehrheitlich (90 Prozent),

mit ihrer Arbeit zufrieden zu sein, zugleich beklagen sich aber 44

Prozent von ihnen über die Höhe der verlangten Honorare.

Schwerer wiegt die Kritik der Unternehmer allerdings bei zentralen

steuerlichen Problemstellungen. So beklagen laut "impulse"-Umfrage 70

Prozent der Unternehmer, keine Information von ihrem Steuerberater zu

den steuerlichen Folgen der Rot-Schwarzen Steuerpläne in Bezug auf

den Firmenwagen, private Veräußerungsgewinne und die Reichensteuer

erhalten zu haben. Lediglich bei 26 Prozent der Befragten waren diese

Fragen auf Initiative des Steuerberaters erörtert worden.

Nicht weniger kritisch und vor allem folgenreich für die

Altersvorsorge der Unternehmer sind die unzureichenden Auskünfte der

Steuerberater über die Veränderungen durch das Alterseinkünftegesetz.

Sechs von zehn Unternehmen gaben bei der "impulse"-Umfrage zu

Protokoll, über die veränderte Absetzbarkeit von Vorsorgeaufwendungen

und die neue Regelung der Rentenbesteuerung nicht von ihrem

Steuerberater informiert worden zu sein.

Hinweise zur Nutzung von Steuersparmöglichkeiten hingegen erhalten

Unternehmer von ihrem Steuerberater deutlich häufiger. 37 Prozent

erklärten, dies sei oft, bei weiteren 33 Prozent gelegentlich der

Fall. 28 Prozent der Firmenchefs bekommen Steuerspar-Tipps entweder

gar nicht oder nur selten.