Kommunen kritisieren Kindergelderhöhung 

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) spricht sich gegen die geplante Kindergelderhöhung der Bundesregierung aus. Das Geld sollte für eine bessere Betreuung und Förderung von Kindern eingesetzt werden, um die Chancen für benachteiligte Kinder und Jugendliche zu verbessern. 

DStGB fordert bessere Betreuungs- und Bildungsangebote

"Statt 20 EUR mehr im Monat wäre es aber wichtiger, die Betreuungs-Bildungsangebote und Jugendzentren weiter auszubauen", sagte DStGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg am Montag in Berlin.

Insgesamt summiert sich die geplante Erhöhung des Kindergeldes auf 4,26 Milliarden Euro pro Jahr. Daran müssen sich die Länder mit 1,95 Milliarden und die Kommunen mit 692 Euro beteiligen. Das Geld sollte statt für mehr Kindergeld nach Meinung des DStGB für regelmäßige Schulmahlzeiten, bessere Betreuung und Einzelförderung verwendet werden. Zudem belaste die geplante Kindergelderhöhung vor allem Kommunen und Länder.

Keine Kindergelderhöhung für Hartz IV-Empfänger

Ebenso bemängelte Grünen-Bundestagsfraktionschefin Renate Künast die Pläne der schwarz-gelben Koaltion, schreibt die "Passauer Neue Presse". Höhere Kinderfreibeträge nutzten lediglich den Gut- und Höchstverdienern. Vom erhöhten Kindergeld komme dagegen kein einziger Cent bei Hartz IV-Beziehern an, da das Kindergeld voll angerechnet werde. Auch die Caritas kritisiert, dass die Maßnahmen der Bundesregierung Kindern nicht zugutekommen, wenn ihre Eltern Hartz-IV beziehen.