Das Konjunkturklima in Deutschland bleibt nach Auskunft des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) vorerst recht
freundlich. Im Jahr 2006 wird das reale Bruttoinlandsprodukt
voraussichtlich um 2,4 Prozent wachsen. Für das kommende Jahr rechnet das Institut zwar nur mit einem Plus von 1,5 Prozent, geht aber davon aus, dass es sich dabei lediglich um eine Delle im Aufwärtstrend handelt. Diese Delle sei vor allem auf die staatliche Finanzpolitik zurückzuführen.
Ansonsten seien die stützenden Kräfte durch die Auslandsnachfrage und
die in Gang gekommene Investitionskonjunktur jedoch stark genug, um
den Aufschwung weiter zu tragen. So werden die realen deutschen Exporte in diesem Jahr um stolze 9 Prozent und im kommenden Jahr abermals um knapp 7 Prozent zulegen. Deutlich
gebremster werde sich der private Konsum entwickeln. Dessen reale Zunahme
um knapp 1 Prozent im Jahr 2006 sei zum Teil Vorzieheffekten
aufgrund der anstehenden Mehrwertsteuererhöhung zuzuschreiben.
Insgesamt seien die Wachstumsimpulse kräftig genug, um dem
Arbeitsmarkt neuen Schwung zu geben. Für das kommende Jahr rechnet das IW Köln mit einer Arbeitslosenzahl, die zumindest zeitweise unterhalb von 4 Millionen liegt.