LBBW will 2500 Mitarbeiter abbauen 

Der neue Chef Hans-Jörg Vetter der Stuttgarter Landesbank LBBW will 2500 von insgesamt 13.600 Stellen streichen. Betroffen vom Stellenabbau dürften vor allem Mitarbeiter im Immobilien- und Leasinggeschäft sein. Das wurde der "Süddeutschen Zeitung" aus dem Umfeld von Vetter bestätigt, der an diesem Donnerstag der Trägerversammlung der Landesbank sein Restrukturierungskonzept präsentieren wird.

Wie ein enger Mitarbeiter Vetters bestätigte, wird der Abbau von Arbeitsplätzen nicht ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen können. Mit den Einsparungen solle aber erst im Frühjahr kommenden Jahres begonnen werden.

LBBW hat Verlust von 1,8 Milliarden

Bereits vergangene Woche sickerte die Information durch, dass die LBBW in diesem Krisenjahr 2009 einen Verlust von 1,8 Milliarden Euro einfahren wird - bei einer Bilanzsumme von 450 Milliarden Euro, schreibt die Zeitung.

Außerdem hält die Landesbank, die in den vergangenen Jahren sowohl die Landesbank Rheinland-Pfalz und als auch die Sachsen-LB übernommen hat, nach wie vor unverkäufliche, toxische Wertpapiere aus dem US-Hypothekengeschäft in Höhe von 97 Milliarden Euro in ihren Bilanzen.

Baden-Württemberg übernahm Ausfallbürgschaft

Ende 2008 erst hatten die Eigentümer - das Land Baden-Württemberg, die Stadt Stuttgart und der baden-württembergische Sparkassenverband - fünf Milliarden Euro frisches Eigenkapital in die LBBW gesteckt und zusätzlich eine Ausfallbürgschaft über 12,7 Milliarden Euro übernommen, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Eine Kapitalerhöhung wegen der neuen Milliardenverluste sei aber nicht notwendig, heißt es seit längerem aus der LBBW.