Im ersten Halbjahr 2007 fiel der Anstieg der Tarifverdienste nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden höher aus als im Jahr 2006. Während 2006 die meisten Tariferhöhungen 2 Prozent oder weniger betrugen, lagen im ersten Halbjahr 2007 viele Abschlüsse bei mehr als 3 Prozent. Damit stiegen zahlreiche Tarifverdienste wieder stärker als die Verbraucherpreise, die im Juni 2007 um 1,8 Prozent höher lagen als im Vorjahresmonat.
Tariferhöhungen über 3% wurden im ersten Halbjahr 2007 in der Metallindustrie (+ 4,1%), der Chemischen Industrie (+ 3,6%), dem Bauhauptgewerbe (+ 3,1%) sowie in der Eisen- und Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen (+ 3,8%) abgeschlossen. Insbesondere im Dienstleistungsbereich wurden jedoch deutlich niedrigere Abschlüsse erzielt: So stiegen die Tarifverdienste im Hotel- und Gaststättengewerbe in Nordrhein-Westfalen um 1,4% und im Kraftfahrzeuggewerbe in Niedersachsen und Baden-Württemberg um 1,9%. Geringere Tariferhöhungen gab es auch im Ernährungsgewerbe, wie beispielsweise bei den Brauereien in Thüringen (+ 0,8%) oder im Fleischerhandwerk in Nordrhein-Westfalen (+ 2,0%).