Öffentliche Einnahmen stark gestiegen 

Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen

Ergebnissen der Kassenstatistik der öffentlichen Haushalte mitteilt, stiegen die öffentlichen Einnahmen

vor allem aufgrund höherer Steuereinnahmen im ersten bis dritten

Quartal 2006 um 4,9% auf 711,8 Milliarden Euro gegenüber den ersten

drei Quartalen 2005. Die öffentlichen Ausgaben verringerten sich

geringfügig um 0,7% auf 748,6 Milliarden Euro.



Für den Zuwachs bei den Einnahmen der öffentlichen Haushalte war

vor allem die positive Entwicklung bei den Steuern und

steuerähnlichen Abgaben ausschlaggebend, die im ersten

Dreivierteljahr 2006 einen Betrag von 636,8 Milliarden Euro

erreichten. Im Vergleich zum Vorjahr nahmen die Steuereinnahmen auf

allen Ebenen überproportional zu: Beim Bund stiegen sie um 8,0% auf

157,0 Milliarden Euro. Die Länder erzielten ein Plus von 9,3% auf 131,4 Milliarden Euro. Am stärksten

fiel der Anstieg bei den Steuereinnahmen der Gemeinden mit einem

Zuwachs von 14,3% auf 41,4 Milliarden Euro aus.



Im Einzelnen waren die Ausgaben der öffentlichen Haushalte für

Personal (- 0,9%), Sachinvestitionen (- 2,1%), soziale Leistungen (-

1,4%) und Darlehensgewährungen (- 39,6%) rückläufig. Demgegenüber

erhöhten sich die Ausgaben für den laufenden Sachaufwand (+ 2,4%) und

geringfügig für Zinsen (+ 0,4%).



Aus der Differenz von öffentlichen Einnahmen und Ausgaben

errechnet sich für das erste bis dritte Quartal 2006 ein

Finanzierungsdefizit von 36,6 Milliarden Euro. Das Defizit hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um mehr als die Hälfte verringert. Das Finanzierungsdefizit wurde durch eine Nettokreditaufnahme von 18,8 Milliarden Euro sowie durch kurzfristige Finanzierungsmittel gedeckt.