Österreich lockt deutsche Steuerzahler 

Die Österreicher hübschen sich in steuerlicher Hinsicht für entnervte deutsche Abgabenzahler auf. Wie der sozialdemokratische Kanzler der Alpenrebublik, Alfred Gusenbauer, dem Wirtschaftsmagazin "impulse" sagte, werde Österreich für deutsche Unternehmer nach der Steuerreform in

Deutschland als Standort "hochattraktiv" sein, denn auch dann seien

"Unternehmen in Österreich hervorragend positioniert".

Nach der für

Sommer 2008 geplanten Abschaffung der Erbschaftsteuer werde

Österreich zunehmend für Erben aus Deutschland interessant. "Wenn

sich bald auch Erben hier niederlassen wollen, begrüßen wir sie

herzlich gern als Zuwanderer", so Gusenbauer zu "impulse".

Zur Steuerpolitik der Europäische Union sagte Gusenbauer, dass eine einheitliche

Unternehmensbesteuerung in der EU Europa nicht

Voranbringen würde. Im Interview führte er aus, dass ein transparenter und vernünftiger Wettbewerb der Gemeinschaft ökonomisch gut tue.

Transparenz sei dabei über eine einheitliche Steuerbemessungsgrundlage zu schaffen als über einheitliche Steuersätze. Eine Vereinbarung über Mindeststeuersätze müsse allerdings das solidarische Element in dem von Gusenbauer geforderten Standort-Wettbewerb sein: "Es kann

nämlich nicht sein, dass Empfängerländer in der Union faktisch mit

Finanzmitteln aus Brüsseler Töpfen Steuerpolitik betreiben und ihre

Tarife radikal senken."