Rüttgers fordert höheres Hartz-IV-Schonvermögen 

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Jürgen Rüttgers hat sich für ein höheres Schonvermögen für Hartz-IV-Empfänger ausgesprochen und seiner Partei einen sozialeren Kurs empfohlen. Das berichtet die "Rheinische Post".

"Wer für sein Alter privat vorsorgt, muss dafür belohnt und nicht bestraft werden. Wird er arbeitslos, dürfen nicht Teile der privaten Altersvorsorge angerechnet werden. Sonst droht Abhängigkeit im Alter und Altersarmut. Wir brauchen deshalb ein höheres Schonvermögen", zitiert die Zeitung aus einem Beitrag Rüttgers' in dem bisher unveröffentlichten Buch "Wohin steuert Deutschland?".

Darin spricht sich Rüttgers auch für Korrekturen beim Arbeitslosengeld I aus. "Wer ein Leben lang hart gearbeitet und in die Solidarversicherung eingezahlt hat, darf nach einem Jahr Arbeitslosigkeit nicht so behandelt werden wie jemand, der kaum erwerbstätig war", so Rüttgers. Seiner eigenen Partei rät der NRW-Ministerpräsident zu einem sozialeren Kurs. "Die CDU muss in den Zeiten des Wandels vor allem eine Politik der Solidarität und der neuen Sicherheit machen."