Schecks statt Steuersenkung 

Die Steuersenkungsdebatte ist um einen neuen Vorschlag reicher. Der Hamburger Wirtschaftsforscher Thomas Straubhaar in einem Beitrag in der Bild-Zeitung vorgeschlagen, jedem Steuerzahler einen Scheck nach Hause zu schicken und ihn so an der guten Konjunktur zu beteiligen. Im Gegensatz zur dauerhaften Steuersenkung würde dies nur einmalig Geld kosten und hätte zudem eine außergewöhnliche Symbolkraft, so Straubhaar.

Bei einer einmaligen Investition von 10 Mrd. Euro könnte jeder Bürger einen Barscheck über 333,- Euro erhalten, rechnet Straubhaar vor. Geringverdiener würden nach seinem Vorschlag besonders stark profitieren, da die Gutschrift einkommensunabhängig erfolgen würde.

Straubhaar, der Präsident des Hamburger Instituts HWWI ist, gibt zu bedenken, dass ein solches Verfahren nicht nur einfach und wirkungsvoll ist, sondern auch ein Signal an die Bevölkerung senden könnte: Der Staat würde nicht nur nehmen, sondern auch mal was zurück geben. In den USA wird die Barscheckmethode bereits eingesetzt.