Die SPD hat die Managergehälter (mal wieder) auf's Korn genommen. Eine parteiinterne Arbeitsgruppe hat einen Vorschlag erarbeitet, wonach Abfindungen für Manager nur noch bis zu einer Höhe von einer Million Euro als Betriebsausgabe von der Steuer abgesetzt werden können. Darüber hinaus soll die Pflicht zur Veröffentlichung der Gehälter in den Geschäftsberichten praktikabler gestaltet werden.
Sowohl der Koalitionspartner CDU als auch die Opposition haben die Pläne der Sozialdemokraten kritisiert. CDU-Bundestagsfraktionschef Volker Kauder nannte die Vorschläge im Deutschlandfunk "nicht zielführend". Die interne Gehaltsstruktur sollten die Unternehmen selbst bestimmen. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff pflichtete ihm bei und betonte in der „Süddeutschen Zeitung“: "Der Staat muss endlich der Versuchung widerstehen, sich in alles mehr als nötig einzumischen, ansonsten bekommt der Standort Deutschland einen Imageschaden."
Auch die FDP wies die Pläne der SPD zurück. Generalsekretär Dirk Niebel geißelte im ARD-Morgenmagazin das "anti-marktwirtschaftlichen Prinzip", auf dem das Vorhaben der SPD beruhe. Es dürfe nicht zwischen guten und schlechten Betriebsausgaben unterschieden werden, unterstrich Niebel.
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