Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Klaus F. Zimmermann, schlägt eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 25 Prozent vor. Denn seiner Ansicht nach werde der Staat "beim Schuldenabbau um Steuererhöhungen nicht herumkommen", sagte Zimmermann gegenüber der "Rheinischen Post".
Er plädiere daher dafür, die Mehrwertsteuer ab dem Jahr 2011 von 19 Prozent auf bis zu 25 Prozent anzuheben. Im Gegenzug sollten die Lohnnebenkosten weiter gesenkt werden, sagte er gegenüber der Zeitung. Wenn man die Erhöhung der Mehrwertsteuer bereits jetzt ankündigte, würden viele Bürger seiner Ansicht nach ihre Käufe vorziehen und die Binnennachfrage würde dadurch gestärkt. Gesenkte Lohnnebenkosten wiederum würden Arbeitgebern und Arbeitnehmern nützen.
Das Bundeskabinett hatte vor kurzem einen zweiten Nachtragshaushalt der großen Koalition beschlossen, wie die "Welt" zum gleichen Thema berichtet. Demnach steige die Neuverschuldung zur Abfederung der Finanzkrise auf jetzt 47 Milliarden Euro, schreibt die Zeitung. Nicht eingerechnet seien die zuletzt beschlossenen Steuersenkungen für Unternehmen und Bauern.
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