Die Steuer- und Abgabenquote in Deutschland ist auf ein neues Hoch gestiegen. Wie die Bild-Zeitung unter Berufung auf den Bund der Steuerzahler berichtet, gehen 53 Cent von jedem verdienten Euro an den Fiskus bzw. die Sozialkassen. Im vergangenen Jahr waren es noch 51 Cent, die von jedem Euro "abgezwackt" wurden, so die Bild-Zeitung.
Nach Berechnungen des Steuerzahlerbundes arbeiten die Steuerzahler rein rechnerisch noch bis kommenden Freitag (13. Juli) ausschließlich für die Abgabenkasse. Erst danach wird für das eigene Konto verdient. Im vergangenen Jahr hatte der Steuerzahlerbund noch den 5. Juli als den "Break-Even-Point" für Steuerzahler ausgemacht.
Gründe für die erhöhte Belastungsquote sind dem Steuerzahlerbund zufolge vor allem die Mehrwertsteuererhöhung, die Kürzung der Pendlerpauschale, die Senkung der Sparerfreibeträge und die „Reichensteuer“ auf besonders hohe Einkünfte. Darüber hinaus sind die Renten-Beiträge von 19,5 % auf 19,9 % und die Krankenkassen-Beiträge inkl. Sonderbeitrag von durchschnittlich 14,2 % auf 14,8 % gestiegen. Der Präsident des Steuerzahlerbundes, Karl-Heinz Däke, forderte die Regierung auf, die Einkommensteuer zu senken und von der geplanten Erhöhung der Beiträge für die Pflegeversicherung Abstand zu nehmen.
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