Im vergangenen Jahr sind die Steuereinnahmen aus Kapitalerträgen deutlich zurückgegangen. Wie "Spiegel online" unter Berufung auf die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet, ist das Steueraufkommen um 3,7 Milliarden Euro auf 8,7 Milliarden Euro gesunken. Für das laufende Jahr rechnet das Bundesfinanzministerium mit einem weiteren Rückgang.
2009 betrugen die Steuern auf Erträge aus Zinsen, Dividenden und Wertpapiergeschäften 12,4 Milliarden Euro. Vor der Einführung der 25-prozentigen Abgeltungssteuer im Jahr 2008 hatte der Staat noch 13,5 Milliarden Euro Steuern aus Kapitalerträgen eingenommen.
Steuerwerkschaft hält Abgeltungssteuer gescheitert
Nach Auffassung der Deutschen Steuergewerkschaft (DSTG) erweist sich die Abgeltungssteuer als Flop. Mit der pauschalen Steuererhebung sollten Steuerhinterziehung verhindert und Schwarzgelder ins Inland geholt werden. "Die Reform ist eindeutig nach hinten losgegangen", sagte der DSTG-Vorsitzende Dieter Ondracek der Zeitung.
Weder privates Kapital konnte zurück ins Land geholt werden, noch wurde das Steuerrecht, wie angekündigt, vereinfacht. Die großen Profiteure der Steuerreform seien Spitzenverdiener, denen der reduzierte Steuersatz zugutekäme. Vor der Einführung der Abgeltungssteuer Ende 2008 galt der persönliche Einkommensteuersatz.
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