TNS-Emnid-Umfrage: Was schafft mehr Arbeitsplätze? 

Hohe Lohnnebenkosten sowie Sozialabgaben sind für Unternehmen und Bürger in Deutschland das zentrale Hemmnis für die Schaffung neuer Arbeitsplätze. So die offizielle Erklärung einer TNS-Emnid-Umfrage von Anfang Mai im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

80 Prozent der Unternehmen und 73 Prozent der Bevölkerung halten zu hohe Lohnnebenkosten sowie Sozialabgaben für das hauptsächliche Hemmnis bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze. An zweiter Stelle steht der von Unternehmen beklagte Fachkräftemangel mit 69 Prozent Stimmenanteil der Unternehmen und 76 Prozent der Bevölkerung. Den dritten Platz belegt bei 69 Prozent der Unternehmen und 72 Prozent der Bürger die schlechten Qualifikationen der Berufseinsteiger. An letzter Stelle wird mit je 62 Prozent der Unternehmen und 66 Prozent der Bürger der rigide Kündigungsschutz genannt.

Zur aktuellen Debatte, ob ein Mindestlohn oder ein Kombilohn (der Staat gibt Zuschuss bei geringem Lohn) besser wäre, sagen 42 Prozent der Bevölkerung, ein Kombilohn schaffe mehr Arbeitsplätze. 31 Prozent sind der Meinung, dass ein Mindestlohn Arbeitsplätze kostet. Dagegen sehen 43 Prozent keine Veränderung durch einen Mindestlohn, lediglich 21 Prozent versprechen sich von einem Mindestlohn neue Jobs.