Union stoppt höheren Hinzuverdienst für Frührentner 

Wenn es nach der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag ginge sollen Frührentner auch in Zukunft nur unterhalb der Minijob-Grenze von 400,- Euro hinzuverdienen dürfen. Die Parlamentarier haben gegen eine Anhebung der Hinzuverdienstgrenze für Frührentner von 350,- auf 400,- Euro gestimmt, berichtet das Handelsblatt.

Dem Bericht zufolge war die Gesetzesänderung eigentlich unstreitig. Personen, die vor dem 65. Lebensjahr in Rente gehen, dürfen derzeit bis zu 350,- Euro hinzuverdienen, ohne dass sich dies auf die Rente auswirkt. Bei Überschreitung dieser Summe drohen den Vorruheständlern Rückforderungen und Rentenkürzungen bis zu einem Drittel. Diese Grenze sollte jetzt auf 400,- Euro angehoben werden, da die 350,- Euro-Regelung im Hinblick auf die Minijobgrenze oft zu Missverständnissen führt. Die Frührentner gehen irrtümlich davon aus, dass ein Zuverdienst bis 400,- Euro folgenlos bleibt. Bundesrat und Rentenkassen hatten deshalb auf eine Angleichung der beiden Verdienstgrenzen gedrängt.

Nach Informationen des Handelsblattes steckt hinter der Intervention der Unionsfraktion nur ein politisches Geplänkel. Das Zugeständnis zur Anhebung der Verdienstgrenze will sich die stärkere der beiden Regierungsparteien von dem Koalitionspartner öffentlich abhandeln lassen, so die Zeitung.

Die SPD wiederum sieht in der Weigerung der Unionspolitiker eine Chance, das Thema "Rente mit 67" noch einmal grundsätzlich zu diskutieren. "Ich gehe davon aus, dass wir die Frage im Gesamtzusammenhang noch einmal aufgreifen", sagte SPD-Experte Klaus Brandner gegenüber dem Handelsblatt.