Verbraucherpreise sind angestiegen 

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist

der Verbraucherpreisindex für Deutschland von Mai 2005 bis Mai 2006

um 1,9% gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat April 2006 erhöhte sich

der Index um 0,2%. Im April 2006 hatte die Jahresveränderungsrate

noch bei + 2,0% gelegen. Die Schätzung für Mai 2006 auf Grund der

Ergebnisse aus sechs Bundesländern wurde damit bestätigt.

Auch im

Mai 2006 wirkten sich die Energiepreise - wie seit nunmehr über zwei

Jahren (April 2004) - preistreibend auf die Jahresteuerungsrate aus:

Ohne Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) hätte sie nur 0,7%

betragen. Die Preise für Energie lagen im Mai 2006 um 13,7% über dem

Vorjahresmonat und erklären somit rein rechnerisch über die Hälfte

der gesamten Preissteigerung gegenüber Mai 2005. Im kurzfristigen Vergleich

stiegen die Energiepreise gegenüber dem Vormonat April 2006 im

Schnitt nur geringfügig an (+ 0,4%; darunter leichtes Heizöl und

Kraftstoffe: jeweils + 0,5%).

Die Preise für

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke erhöhten sich im Mai 2006

gegenüber dem Vorjahr im Schnitt um 1,5%. Teurer bei Nahrungsmitteln

wurde in erster Linie Gemüse (+ 6,4%). Günstiger dagegen wurde

Obst (- 1,1%). Die

Preisentwicklung bei alkoholfreien Getränken (+ 3,6% zum Mai 2005)

ist nach wie vor geprägt von den steigenden Kaffeepreisen

(Bohnenkaffee: + 9,1%).

Verbraucherfreundlich

blieb im Jahresvergleich die Preisentwicklung für langlebige

Gebrauchsgüter (- 0,4%). Deutlich geringere Preise wiesen unter

anderem Personalcomputer (- 11,2%), Foto- und

Filmausrüstungen (- 8,2%) sowie Telefon- und Telefaxgeräte (- 12,2%)

auf. Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte

Verbraucherpreisindex für Deutschland hat sich im Mai 2006 gegenüber

Mai 2005 um 2,1% erhöht. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Index um

0,2%.