Wer sich um den Unterhalt drückt, ... 

... dem geht es bald an den Kragen. Der Staat bekommt mehr Rechte, um säumige Unterhaltspflichtige aufzuspüren. Hintergrund: Wenn ein Elternteil - meistens der Vater - keinen oder zuwenig Unterhalt zahlt, dann springt die Kommune ein.

800 Millionen Euro überweist die Staatskasse jährlich an Alleinerziehende. Dagegen wollen die Behörden künftig härter vorgehen, meldet das Juristenportal "Haufe". Behörden der Länder, der Städte und Gemeinden sollen beim Bundeszentralamt für Steuern Kontendaten von Unterhaltspflichtigen einsehen können.

Ein Gesetzentwurf des Bundesrates sehe vor, dass künftig automatisch die im Computersystem des Bundesamtes vorliegenden Finanzdaten Unterhaltspflichtiger geprüft werden, heißt es in dem Portal.

Tauchen dabei Hinweise auf bisher nicht angegebene Geldanlagen auf, soll der Staat auch rückwirkend die Zahlungen einziehen dürfen. Die Methode des Kontenabrufs wird bereits bei Bafög und Wohngeld eingesetzt.