Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, begrüßte gegenüber dem TV-Sender Phoenix die Anhebung des Hartz-IV-Regelsatzes, die von der schwarz-gelben Koalition angestrebt werde. "Wenn man Spielräume hat, dann muss man sie auch tatsächlich dort einsetzen, wo Konsum stimuliert wird", sagte Schneider. Empfänger von Hartz IV würden das zusätzliche Geld auch ausgeben, so dass es der Wirtschaft zugute kommt. "Dann sind auch Schulden vertretbar", so Schneider weiter.
Einen strikten Sparkurs hält er in der aktuellen Haushaltslage für verfehlt: "Wir können uns jetzt kaputt sparen, um dieses zu kompensieren oder wir müssen Schulden aufnehmen." Bei einem Wachstum von nur einem Prozent zu sparen bedeute, die Wirtschaft wirklich "zum Overkill" zu bringen, sagte Schneider. Deswegen gebe es keine Alternative zu neuen Schulden.