Die flächendeckende Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in Deutschland kostet Milliarden an Versichertengeldern und trägt nichts zum medizinischen Fortschritt bei. Darauf verweist seit dem 19. Januar 2009 eine in Berlin gestartete gemeinsame Informationskampagne vom Freien Verband Deutscher Zahnärzte e.V. (FVDZ), dem Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschland e.V. (NAV-Virchowbund) und dem Bündnis Direktabrechnung e.V..
Die Aktionsgemeinschaft warnt in der gesamten Berliner Innenstadt und rund um das Bundesministerium für Gesundheit auf insgesamt rund 250 Plakaten an Straßenbahn-Haltestellen, Informationssäulen und Stadtinformationsanlagen vor den falschen politischen Versprechungen zur Gesundheitskarte und verweist auf realistische Information durch Ärzte und Zahnärzte.
Die Datensicherheit werde aufgrund des unaufhaltsamen technischen Fortschritts niemals garantiert sein, kritisieren die Verbände. Diesem Urteil schloss sich auch die FDP-Politikerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger an. Bei einer Veranstaltung des FVDZ versprach sie, dass das Projekt noch einmal auf den Prüfstand gestellt werde, wenn die FDP nach der Bundestagswahl in Regierungsverantwortung komme.