Der Ärzteverband "Marburger Bund" hat die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Rentenversicherung (DRV) für gescheitert erklärt. Auf der Internetseite des Bundes heißt es, Schuld daran sei die Arbeitgeberseite, die mit einem inakzeptablen Angebot für die Ärzte an den Reha-Kliniken und Verwaltungsstellen der Rentenversicherung vorgelegt habe. Im Durchschnitt würden Reha-Ärzte rund zehn Prozent weniger verdienen als ihre Kollegen an kommunalen Krankenhäusern, bei einzelnen Arztgruppen sogar bis zu einem Drittel weniger.
Rentenversicherung: 360 Euro mehr für Ärzte
Die Deutsche Rentenversicherung bezeichnet den Streikaufruf als nicht nachvollziehbar. Der Marburger Bund habe die Verhandlungen abgebrochen, ohne seinerseits ein Angebot unterbreitet zu haben. Die von den Arbeitgebern angebotene Entgelthöhe orientiere sich an den mit den anderen Gewerkschaften abgeschlossenen Tarifverträgen.
Die von den Arbeitgebern angebotene Entgelthöhe würde für Ärztinnen und Ärzte der Deutschen Rentenversicherung Bund, die gegenwärtig immer noch nach dem bisher mit dem Marburger Bund vereinbarten Tarifbedingungen vergütet werden, eine monatliche Entgeltsteigerungen von durchschnittlich ungefähr 360 Euro bringen, argumentiert die Deutsche Rentenversicherung in einer Pressemitteilung.
Ärztestreik ab 8. Dezember
Die Mediziner wollen ihren Streik am 8. Dezember mit einer Kundgebung in Berlin beginnen. Zum Tarifbereich der Deutschen Rentenversicherung gehören nach Angaben des Marburger Bundes die Deutsche Rentenversicherung Bund, die Tarifgemeinschaft der Deutschen Rentenversicherung (14 regionale Rentenversicherungsträger) und die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See.
BGH-Urteil: Reise-Umbuchungen bleiben teuer
Der BGH hat ein wichtiges Urteil in Sachen Reiseum...
mehr