Das Versicherungsunternehmen Allianz Leben fordert eine schnelle Korrektur des geplanten Versicherungsvertrags- und des Gleichhandlungsgesetzes. In dem neuen Versicherungsvertragsgesetz sollen Versicherer künftig einen Teil der stillen Reserven ihren Kunden bereits während der Vertragslaufzeit verbindlich gutschreiben. "Das wird nicht gehen", sagte Vorstandschef Maximilian Zimmerer dem Tagesspiegel. Die Versicherer bräuchten einen Puffer gegen die Schwankungen am Kapitalmarkt. "Sonst können wir die Garantien, die ein essentieller Bestandteil unserer Lebensversicherungen sind, nicht mehr darstellen."
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz werde das Prozessrisiko erhöhen, kritisierte Zimmerer. Er sei "nicht sehr glücklich darüber", dass Versicherungen überhaupt in das Gesetz
einbezogen worden seien. In der EU-Richtlinie seien sie nämlich ausdrücklich ausgenommen worden. Außerdem gebe es bereits Vorschriften gegen Diskriminierung.