Die Renten in Deutschland sind in den vergangenen vier Jahren leicht geschrumpft. Das offenbart der Alterssicherungsbericht 2008, den Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) jetzt vorgelegt hat. Die Rentner in den alten Bundesländern erhielten demnach 2007 einen Betrag von 963 Euro monatlich aus der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV), Rentnerinnen kamen auf monatlich 456 Euro. In den neuen Bundesländern bekamen die Rentner im vergangenen Jahr monatlich 1066 Euro monatlich aus der Gesetzlichen Rentenversicherung, Rentnerinnen 669 Euro.
Für das Jahr 2003 hatte der Alterssicherungsbericht noch für die Rentner in den alten Bundesländern 998 Euro monatlich und für Rentnerinnen 458 Euro ermittelt. In den neuen Ländern betrugen die Altersbezüge aus der Rentenversicherung für Männer 1121 Euro. Nur Frauen in den neuen Bundesländern hatten 2007 mehr Rente in der Tasche als 2003. Ihre Rente lag 2003 durchschnittlich bei 650 Euro. Die höheren Bezüge in den neuen Bundesländern erklären sich mit längeren Anrechnungszeiten.
Die Zahl der Einzahler in die Gesetzliche Rentenversicherung ist von 2003 bis 2007 um rund 1,6 Millionen auf rund 35 Millionen gewachsen. Allerdings wuchs auch die Zahl der Leistungsempfänger um etwa 1,4 Millionen auf 16,8 Millionen.
Die Bunderegierung muss in jeder Legislaturperiode einen Alterssicherungsbericht vorlegen. Der letzte Bericht wurde 2005 veröffentlicht und stützt sich auf Zahlenmaterial aus dem Jahr 2003. In die Berechnung gehen nur staatliche Altersbezüge ein.