Die AOK Rheinland/Hamburg und die AOK Westfalen-Lippe werden in Kürze Verhandlungen über eine Fusion aufnehmen. Aus dem Zusammenschluss würde die größte AOK bundesweit mit fast fünf Millionen Mitgliedern entstehen. Das berichtet die "Neue Westfälische".
Bei einem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen wird Mitte 2010 mit einer Fusion der beiden nordrhein-westfälischen Ortskrankenkassen gerechnet. Die neue Kasse soll dann von drei Vorstandsmitgliedern geführt werden. Ihr Hauptsitz werde aber nicht Düsseldorf sein, schreibt die Zeitung.
Wie banktip.de bereits berichtete, vereinigte sich die AOK Rheinland schon 2006 mit der AOK Hamburg. Allerdings stimmte die nordrhein-westfälische Landesregierung der Fusion nur unter Vorbehalt zu. Bis Anfang 2008 sollte es einen Zusammenschluss mit der AOK Westfalen-Lippe geben. Ursache für die verspätete Vereinigung ist, dass die beiden AOKs eher gezwungenermaßen zusammengehen. Die AOK Westfalen-Lippe verhandelte bereits 2005 über eine Fusion mit der AOK Schleswig-Holstein. Diese kam jedoch nicht zustande.
Auch in anderen Bundesländern fusionierten AOKs. 2008 entstand aus dem Zusammenschluss der sächsischen und thüringischen Ortskrankenkasse die AOK PLUS. Zum Jahresbeginn des kommenden Jahres gründet sich die AOK Berlin-Brandenburg. Derzeit bestehen nach Angaben des GKV-Spitzenverbands noch 15 Ortskrankenkassen.
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