Wenn Zähne beim Sport oder bei einem Unfall ausgeschlagen werden, muss nicht unbedingt Zahnersatz her. Wird der Zahn schnell geborgen, besteht eine gute Chance, dass der Zahnarzt ihn wieder einsetzen kann. Eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Psychonomics im Auftrag der AXA Krankenversicherung ergab jedoch, dass nur 28 Prozent der Befragten von dieser Möglichkeit wussten.
Vor allem bei Kindern lohne sich der Rettungsversuch, teilt die AXA Krankenversicherung mit. Zahnersatz muss wegen des Wachstums alle ein bis zwei Jahre angepasst werden. Es drohen Kieferfehlstellungen und Sprechschwierigkeiten. Darum unterstützt der Versicherer das Programm "Zahnexperten24", das die Zahnrettungsbox bekannt machen will.
So retten Sie den Zahn
Nur in der Zahnrettungsbox halte sich der Zahn in einer Verfassung, in der man ihn wieder einsetzen kann, erklärt AXA. Voraussetzung für die gelungene Zahnrettung ist richtiges Verhalten im Unglücksfall:
- Zahn sofort sicherstellen,
- dabei nicht an der Wurzel, sondern nur an der Krone anfassen,
- nicht reinigen oder desinfizieren,
- in einer Zahnbox lagern,
- wahlweise in H-Milch lagern.
Der Zahn sollte innerhalb von höchstens 20 Minuten nach dem Unfall in der Zahnbox oder in der H-Milch liegen. Mit dem Milchglas hat der Betroffene zwei Stunden Zeit, einen Zahnarzt aufzusuchen. In der Zahnbox hält sich der Zahn 48 Stunden. Der Hersteller Miradent, der das Projekt ebenfalls unterstützt, garantiert, dass die Nährlösung in der Zahnbox gesundheitlich unbedenklich ist.