Das so genannte Hausarztmodell der Barmer Ersatzkasse ist nicht am Ende. Diese Ansicht vertrat Barmer-Sprecher Thorsten Jakob auf Anfrage von banktip.de. Jakob reagierte damit auf eine Meldung, die gestern von der in Düsseldorf erscheinenden Rheinischen Post verbreitet worden war. Richtig sei, dass die Versicherten, die sich für das Hausarztmodell entschieden hätten, ab dem 1. Juli wieder die volle Praxisgebühr von bis zu 40 Euro im Jahr zahlen müssten. Die Verträge mit den beteiligten Hausärzten und Apotheken liefen aber noch bis zum 31. Dezember 2008.
So könnten die betroffenen Versicherten zwar noch bis Jahresende die Leistungen des Modells in Anspruch nehmen, seien aber nicht mehr von der Praxisgebühr befreit. Das Hausarztmodell legt den Versicherten auf einen Hausarzt und eine Hausapotheke fest, dafür fällt die Praxisgebühr von 10 Euro nur einmal im Jahr an. Zu den Sonderleistungen zählt, dass der Hausapotheker über die Medikamente des Versicherten buchführt und Unverträglichkeiten schnell erkennt. Jakob betonte, die Barmer prüfe derzeit andere rechtliche Grundlagen für ihr Modell.
Das Hausarztmodell in seiner bisherigen Form hat das Bundessozialgericht in Kassel im Februar untersagt. (banktip.de berichtete)