Nirgends in Deutschland steht das Wohneigentum als Altersvorsorge so hoch im Kurs wie in Bayern. 73 Prozent, also fast drei Viertel aller Berufstätigen in Bayern sehen in einem eigenen Haus oder einer eigenen Wohnung die "ideale Form der Alterssicherung". Nur noch in Nordrhein-Westfalen zeigt sich mit 70 Prozent Nennung unter den Berufstätigen ein ähnliches starkes Vertrauen in die eigenen vier Wände.
Ost-West-Gefälle beim Eigenheim
Besonders skeptisch sind in dieser Hinsicht die Berufstätigen in Sachsen und Thüringen. Auf die Frage nach der "idealen Form der Alterssicherung" kommt das Eigenheim bei ihnen nur auf eine Nennung von knapp 50 Prozent. Auch insgesamt zeigt sich ein deutliches West-Ost-Gefälle: Während 67 Prozent aller Berufstätigen in den alten Bundesländern die eigene selbstgenutzte Immobilie als ideale Form der Alterssicherung betrachten, sind dies in den neuen Ländern lediglich 55 Prozent. Dies sind die Ergebnisse einer repräsentativen Studie der Postbank in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach.
Wohneigentum schlägt Rente
Bayerische Berufstätige nennen ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung als ideale Form der Alterssicherung sogar vor der staatlichen Rente oder Beamtenpension. Dies ist sonst in keiner anderen Region Deutschlands der Fall. So kommt die staatliche Rente oder Beamtenpension in Bayern als "ideale Form der Alterssicherung" auf eine Nennung von nur 69 Prozent.
57 Prozent der bayerischen Berufstätigen erwarten, dass sie im Alter tatsächlich über ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung verfügen können. In keiner anderen Region wird dieser Wert nur annähernd erreicht. Schlusslichter in dieser Einschätzung bilden hier Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt, wo nur knapp 30 Prozent der Berufstätigen an den Besitz der eigenen vier Wände im Ruhestand glauben. In Thüringen und Sachsen sind es immerhin knapp 35 Prozent.