Der Bund der Versicherten hat die Aktion des Rechtsschutzversicherers ARAG, bei Penny für 99 Euro Rechtsschutzversicherungen als Schnäppchen zu verkaufen, scharf kritisiert. "Eine echte Mogelpackung. Da ist am Ende keineswegs drin, was draufsteht", urteilt Lilo Blunck, Geschäftsführerin des Bundes der Versicherten (BdV).
Erst vor wenigen Monaten habe die ARAG 80.000 Kunden die Rechtschutzversicherung gekündigt, weil diese ihre Police zu oft in Anspruch genommen haben, so der BdV. Der Verband sieht den Versicherer nun beim Discounter auf Kundenfang gehen. Hauptkritikpunkt ist nach Ansicht des BdV die fehlende Beratung. Darüber hinaus sei der Versicherungsschutz dürftig. "Versicherungsschutz besteht nur im Verkehrs-, Berufs- und Grundstücksbereich. Private Streitigkeiten können lediglich über eine telefonische Erstberatung geklärt werden.", so Torsten Rudnik vom BdV.
Massive Kritik übt der Verband auch am Sonderkündigungsrecht, das sich die ARAG vorbehält. Diese stehe dem Versicherer laut BdV nach zwei telefonischen Erstberatungen und nach jeder weiteren Erstberatung vor. BdV-Chefin Lilo Blunck dazu: "Mit anderen Worten heißt das, wer diese Leistungen in Anspruch nimmt, riskiert den Rausschmiss aus der telefonischen Erstberatung. Na, wenn das keine tolle Geschäftsbeziehung ist!"
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