Zum 1. Oktober dieses Jahres rechnet der größte deutsche Kfz-Versicherer, die Münchner Allianz-Sachgruppe, mit günstigeren Tarifen. Auch die Axa und die HUK erwarten sinkende Beiträge. Nach Worten der Allianz handelt es sich dabei um eine "moderate Tarifabsenkung", wobei kein bestimmter Wert genannt wurde. Weiter heißt es laut dem Hamburger Abendblatt dazu, dass die günstigeren Konditionen jedoch nur für bestimmte Fahrzeugtypen gelten würden.
Für welche Fahrzeuge in Zukunft die niedrigeren Tarife gelten werden, hängt von der gerade laufenden Neubewertung der Typenklassen ab. Jeweils zum 1.Oktober stufen dabei unabhängige Treuhänder alle Fahrzeuge nach Motorenleistung, Größe, Gewicht und anderen Faktoren in Typenklassen ein. Anhand dieser eingeteilten Klassen berechnen die Versicherer dann ihre Tarife. Liegt der Schadensbedarf eines bestimmten Fahrzeugtyps deutlich unter der durchschnittlichen Schadenshöhe oder -häufigkeit der vergangenen Jahre, ergibt sich eine niedrigere Prämie für die entsprechende Police. Verkehrsexperten erwarten geringere Schadensquoten vor allem in Städten und bei Klein- und Mittelklassewagen.
Nach Angaben der Allianz und der Axa gelten die Typenklassen zwar nur als unverbindliche Empfehlungen für die Kfz-Versicherer, aber Änderungen der Typenklassen haben bis jetzt immer auch Änderungen der Tarife nach sich gezogen.
Für die Berechnung der Versicherungsprämien ist jedoch nicht nur die Typenklassen relevant. Die Preisbildung wird von vielerlei Faktoren bestimmt. So setzen die Versicherer z.B. neben Rabatten für Garagenparker oder Versicherungsnehmer mit Kleinkindern sogenannte Regionalklassen fest. So müssen Autobesitzer in Städten höhere Beiträge als Autobesitzer auf dem Land zahlen, da das Schadens- und Diebstahlrisiko höher eingestuft wird.
(bs)
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