Der staatliche Zuschuss für Kreditversicherungen kommt. Die privaten Kreditversicherer haben sich mit der Bundesregierung auf eine bis Ende 2010 befristete staatliche Ergänzung der Warenkreditversicherung verständigt. Der Bund trägt im Rahmen eines sogenannten "Top-Up-Modells" einen Teil des Forderungsausfallrisikos. Das Modell sieht vor, dass die staatliche Zusatzdeckung für das einzelne Risiko maximal so hoch sein wird wie der Versicherungsschutz des Kreditversicherers.
Zusatzversicherung vom Staat
Deckt der Kreditversicherer 40 Prozent des Risikos, kann der Staat also weitere 40 Prozent ergänzen. Deckt der Kreditversicherer 70 Prozent, kann der Staat mit weiteren 30 Prozent auf 100 Prozent aufstocken. Die Kreditversicherung springt immer dann ein, wenn ein Geschäftspartner beispielsweise bei einem Zulieferer seine Rechnung nicht bezahlen kann. Die Bundesregierung stellt für die Top-Up-Deckung ein Gewährleistungsvolumen von 7,5 Milliarden Euro aus dem Kredit- und Bürgschaftsprogramm des Bundes zur Verfügung.
Staatliche Zusatzversicherung Zugeständnis an Wirtschaft, nicht an Versicherer
Der Vorsitzende der Kommission Kreditversicherung des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft (GDV), Peter Ingenlath, betont in einer GDV-Mitteilung: "Im Hinblick auf die Solvabilität, die Liquidität und den Rückversicherungsschutz bestehen für die Kreditversicherer keine Probleme. Es geht allein um Unterstützungsmaßnahmen für die versicherungsnehmende Wirtschaft und deren Kunden."
Staatliche Zuschüsse für Kreditversicherer waren in der Branche bisher umstritten. Die Versicherer wollen den Eindruck vermeiden, sie seien auf staatliche Hilfen angewiesen. Gleichzeitig warnten die Versicherer vor krisenbedingten unkalkulierbaren Risiken für die Versicherer.