Die Bundesbank fordert die Rente mit 69. Nach Ansicht der Rentenexperten der Bundesbank ist die Anhebung des Renteneintrittsalters notwendig, wenn das Verhältnis von Arbeitnehmern und Rentnern auf dem aktuellen Niveau bleiben soll. Das berichtet die "Berliner Zeitung". Immer weniger Arbeitnehmer erwirtschaften mit ihrem Einkommen die Rentenbeiträge. Daher sollte das Renteneintrittsalter künftig an die Lebenserwartung gekoppelt werden.
Die Bundesbank beruft sich bei ihren Forderungen unter anderem auf neuere demografische Annahmen der EU-Kommission. Ohne Anhebung des Renteneintrittsalters würden Ausgaben und Beiträge wegen der höheren Lebenserwartung steigen. Bereits im Vorjahr hatte sich die Bundesbank für eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 68,5 Jahre ausgesprochen.
Mit dem Vorschlag hat die Bundesbank einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. "Die Bundesbank sollte sich lieber um eine verbesserte Bankenaufsicht kümmern, als die Bürger mit solchen Parolen zu verunsichern", sagte der FDP-Generalsekretär Dirk Niebel der "Berliner Zeitung". Die Arbeitsfähigkeit im Alter ist nach Ansicht des FDP-Vorsitzenden sehr unterschiedlich, so dass dies beim Renteneintrittsalter berücksichtigt werden sollte .
Auch der Vorsitzende des Sozialverbands Deutschlands (SoVD) klagt, dass durch Vorstoß der Bundesbank "Jung und Alt weiter verunsichert" werden. "Das ist der dümmste Vorschlag, den ich in den letzten Jahren gehört habe", sagte Elke Hannack vom Verdi-Bundesvorstand der "Berliner Zeitung". Damit würde "sozialpolitischer Raubbau" an der Gesellschaft betrieben.
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