Mehrere Aktenordner mit sensiblen Kundendaten der AachenMünchener Versicherung sind auf einem Supermarktparkplatz in Aachen aufgetaucht. Die Unterlagen befanden sich trotz Schloss in einem offenen Container einer Aktenentsorgungsfirma. Das berichtet die "Rheinische Post".
Ein Zeuge hatte die Unterlagen entdeckt und den Westdeutschen Rundfunk (WDR) verständigt. Dieser schaltete wiederum die Polizei ein. Die Polizei stellte den Container sicher, in dem sich Tausende Datensätze aus dem Bestand der AachenMünchener befinden sollen, schreibt die Zeitung. Erst wenige Wochen zuvor hatte das Versicherungsunternehmen seinen Firmensitz von Aachen nach Köln verlegt.
Einer ersten Auswertung zufolge enthielten die Daten Informationen zu Versicherungskunden wie den Namen und die Kontoverbindung. Noch dauert die Untersuchung der Papiere an. Die Staatsanwaltschaft und die nordrhein-westfälische Datenschutzbeauftrage wurden zu dem Fall hinzugezogen.
Beim Umzug des Versicherungsunternehmen sollten auch Archive entsorgt werden. Die AachenMünchener hatte damit ein auf solche Aufträge spezialisiertes Unternehmen betraut. Der Unternehmenssprecher Andreas Krosta sagte der Zeitung, dass man sich nicht erklären könne, warum der Container "weder bewacht noch verschlossen" auf dem Parkplatz stand. Das Unternehmen entschuldigte sich unabhängig von der Ermittlung durch Polizei und Datenschutz bei seinen Kunden für den Vorfall.
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