Trotz verbesserter Konjunktur müssen die 20 Millionen Rentner in Deutschland mit weiteren Nullrunden und erheblichen Einbußen rechnen. Die Deutsche Seniorenliga (DSL) fordert, die müsse ein Ende haben. "Wenn die Lohn- und Gehaltsentwicklung positiv bleibt, dann müssen auch die Renten angepasst werden", so Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der DSL.
Aus dem Entwurf des neuesten Rentenversicherungsberichts von Arbeitsminister Franz Müntefering gehe hervor, dass die so genannte Eckrente im nächsten Jahr von derzeit 1065,76 Euro auf 1061,06 Euro in Westdeutschland sinkt. Im Osten schrumpft sie von 939,46 Euro auf 935,32 Euro. In den Folgejahren steigt sie nur geringfügig an, sodass der heutige Wert erst wieder 2010 übertroffen wird.
Die Eckrente gibt an, wie viel Ruheständler erhalten, wenn sie 45 Jahre lang Durchschnittsbeiträge gezahlt haben. Das schaffen längst nicht alle Betragszahlenden. Die DSL fordert deshalb zu mehr Eigenvorsorge auf: "Die zukünftigen Rentnerhaushalte sollten mit mehr Eigenvorsorge ihr späteres Einkommen aufstocken, um das geringe Rentenniveau zu kompensieren", empfahl Hackler.