Die Deutschen fühlen sich überwiegend schlecht über den Gesundheitsfonds informiert. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Emnid-Umfrage im Auftrag des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (VfA). Die wichtigsten Ergebnisse der alle zwei Jahre vorgenommenen Untersuchung: Zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) kennen den Gesundheitsfonds. Von ihnen geben 70 Prozent an, dass sie die Funktionsweise des Fonds verstanden haben. Aber nur 35 Prozent fühlen sich gut darüber informiert.
Erhöhung der Krankenkassenbeiträge "nicht gerechtfertigt"
Mit Blick auf den Einheitsbeitrag und eventuelle Zusatzbeiträge der Krankenkassen bewerten 41 Prozent der Befragten den Fonds als eher schlecht, weitere 20 Prozent sogar als sehr schlecht. Positiv wird er von 36 Prozent der Umfrageteilnehmer eingeschätzt. Auf die Frage, wie sie die Erhöhung der Krankenkassenbeitrage durch die Einführung des Fonds bewerten, antworteten 73 Prozent mit "nicht gerechtfertigt", aber immerhin 23 Prozent mit "gerechtfertigt".
Die für Mitte des Jahres vorgesehenen Beitragssenkungen im Rahmen des Konjunkturpakets betrachten zwei Drittel der Befragten als sinnvoll, aber auch 29 Prozent als nicht sinnvoll. Vier von fünf Befragten meinen, dass weitere Konjunkturspritzen auch mit Senkungen der Krankenkassenbeiträge einhergehen sollten. 87 Prozent glauben, dass die Beiträge danach in den nächsten Jahren wieder steigen werden.
Die nächste Gesundheitsreform erwarten 42 Prozent nach der Bundestagswahl. Ungefähr genauso viele bezeichnen die Gesundheitspolitik als wichtig für ihre Wahlentscheidung. Elf Prozent glauben, dass der Fonds sehr lange Bestand haben wird.