Nach einem Vorschlag, den die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) am Mittwoch unterbreitete, sollen sich Arbeitnehmer gegen Wegeunfälle auf dem Weg zur und von der Arbeitsstelle zukünftig selbst versichern. Wegeunfälle, die heute 15 Prozent aller meldepflichtigen Unfälle ausmachen, seien de facto Privatsache des Arbeitnehmers und könnten vom Arbeitgeber selbst durch die beste Prävention nicht beeinflusst werden. Zur Förderung von Eigeninitiative sollten zudem Freizeitunfälle aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Unfallversicherungen gestrichen und einer privaten Pflichtversicherung übertragen werden.
Die Zahl der Wegeunfälle hat sich seit 1960 im Vergleich zu den Arbeitsunfällen weniger günstig entwickelt. Während die Arbeitsunfälle um 50 Prozent rückläufig sind, sanken Wegeunfälle nur um etwa 30 Prozent. Solange der Arbeitgeber die Kosten der Unfallversicherung allein finanziere, sei die Versicherung von Wegeunfällen konzeptionell verfehlt, hieß es aus DIHK-Kreisen.
Wie der Nachrichtensender n-tv vermeldete, hätten Bundesregierung und Gewerkschaften die Forderung der DIHK unterdessen abgelehnt. Sie verwiesen darauf, dass die Arbeitnehmer gerade in Zeiten, wo ihnen zunehmend Mobilität abverlangt würde, durch eine private Pflichtversicherung zusätzlich bestraft würden.
(cu)
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