Die Krise führt zu Einbrüchen bei der gesetzlichen Rente für künftige Rentnergenerationen. Das teilt das Mannheimer Institut MEA mit. Die Krise werde zu sinkenden Löhnen und in der Folge auch niedrigeren Bezügen aus der gesetzlichen Rentenversicherung führen. Das Institut geht von einem Rentenminus zwischen 6 und 9 Prozent aus. Institutsleiter Prof. Axel Börsch-Supan empfiehlt gegenüber "Bild.de" privat vorzusorgen.
Dies bestritt heute in einer Pressemitteilung die Deutsche Rentenversicherung. Um das Rentenniveau spürbar zu senken, müssten die Löhne langfristig sinken. In den ersten acht Monaten dieses Jahres seien die Beitragseinnahmen der Rentenversicherung jedoch um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen - trotz Krise.
Rentenversicherung: Krise wirkt sich auch auf private Vorsorge aus
Rentenversicherungssprecher Dirk von der Heide wendet außerdem ein, dass sinkende Löhne sich auch auf die private Vorsorge auswirken würden. Die Postbank-Studie 2009/2010 ergab kürzlich, dass die Krise vor allem das Vertrauen in die private Vorsorge erschüttert hat.
Das "Mannheim Research Institute for the Economics of Aging" (MEA) ist eine Forschungseinrichtung der Universität Mannheim, die sich mit den Folgen des demografischen Wandels befasst. Träger sind zu gleichen Teilen das Land Baden-Württemberg und der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Den überwiegenden Teil seines Budgets erwirtschaftet das Istitut nach eigenen Angaben durch Forschungsarbeit für Institutionen und Stiftungen.
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