Mehr Medizin-Studienplätze, mehr Anreize für Ärzte, die aufs Land gehen. Das sind Maßnahmen, mit denen die Bundesregierung einem drohenden Ärztemangel vor allem auf dem Land begegnen will. So sehen es die Eckpunkte eines neuen Versorgungsgesetzes vor, die die Bundesregierung am Freitag gebilligt hat.
Bundeszuschüsse für Medizin-Studienplätze
Die Eckpunkte von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) sehen unter anderem Bundeszuschüsse an die Länder für Medizin-Studienplätze vor. Außerdem soll für die Vergabe der Studienplätze nicht mehr nur die Abiturnote entscheiden, sondern auch die Motivation für den Arztberuf. Das berichtet die Rheinische Post.
Krankenkassen bestreiten drohenden Ärztemangel
Kritik kommt von den Krankenkassen. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bestritt erneut einen drohenden Ärztemangel. Die Krankenkassen sehen keinen grundsätzlichen Mangel an Ärzten. "Überversorgung abbauen und Unterversorgung verhindern sind zwei Seiten derselben Medaille."
In der Gesamtbetrachtung gebe es keinen Ärztemangel, sondern ein Verteilungsproblem. Dieses Ungleichgewicht müsse beseitigt werden, ohne dass es für die Beitragszahler teurer werde, teilte der GKV-Spitzenverband mit.
Krankenkassen versprechen sachliche Mitarbeit
Der GKV-Spitzenverband verspricht in der Mitteilung eine konstruktive Mitarbeit an dem geplanten Versorgungsgesetz und begrüßt mehrere der nun formulierten Eckpunkte.
So erinnerten die Eckpunkte die Mediziner daran, ihre Praxisöffnungszeiten den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten anzupassen. Auf dem richtigen Weg sieht der GKV-Spitzenverband das Gesetz auch bei der engeren Verzahnung von ambulanter und stationärer Medizin.
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