Neben den alltäglichen Untersuchungen bieten Ärzte auch sogenannte individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) an. Diese müssen gesetzlich Versicherte aus eigener Tasche bezahlen. Nicht immer sind die Patienten mit dem Umgang mit diesen Leistungen zufrieden. Die Verbraucherzentralen haben deshalb ein neues Online-Forum entwickelt.
Die Krankenkassen dürfen nicht alle medizinischen Leistungen bieten. Der Zugang zu diesen Leistungen ist den Versicherten jedoch nicht völlig verwehrt. Sie müssen die individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) jedoch selbst bezahlen. Die Verbraucherzentralen bezeichnen einige der Leistungen als therapeutisch zweifelhaft.
Die Ärzte und Kliniken müssen die Patienten über die Behandlungen aufklären, wenn sie ihnen diese Leistungen anbieten. Außerdem müssen sie die Kosten schriftlich auflisten und die Leistungen vertraglich vereinbaren und über die ärztliche Gebührenordnung abrechnen.
Die Verbraucherzentralen gehen davon aus, dass die Verträge und Rechnungen oft vergessen werden. Auch würden sich die Patienten unter Druck gesetzt fühlen. Deshalb haben die Verbraucherzentralen nun das Online-Forum igel-aerger.de entwickelt. Hier können die Patienten beschweren – auch anonym. Laut den Verbraucherzentralen sollen so Missstände aufgedeckt und abgestellt werden. Die Verbraucherzentralen wollen prüfen, ob und wie die Ärzte und Kliniken sich an die Rechtslage halten. Auch Abmahnungen der Ärzte seien möglich.
Die Verbraucherzentralen wollen außerdem Tipps zu den Leistungen geben. So sollen die Patienten besser auf die IGeL Angebote reagieren können. Das Forum bewertet nicht den medizinischen Nutzen der Behandlungen.
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