Kurz nach Beginn nach Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) zum 1. Oktober hat Cord Bartels, technischer Leiter bei der Projektgesellschaft Gematik, seinen Hut nehmen müssen. Sein ruppiges Auftreten erzürnte die Gesellschafter der Gematik, die als Grund für seinen Abtritt aber "private Gründe" nennt. Das berichtet das IT-Portal "Heise online".
Elektronische Gesundheitskarte umstritten
Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) ist ein strittiges Thema in den Koalitionsverhandlungen von CDU/CSU und FDP. Bartels gilt als die treibende Kraft hinter den Änderungen in der Rechtsverordnung, die als "Zweite Verordnung über Testmaßnahmen" erst im August in Kraft getreten ist.
Mit diesen Änderungen sollten die Gesellschafter der Gematik in ihren Mitbestimmungsrechten beschnitten und ein Schlichtungsgremium eingeführt werden. Vor allem die Vertreter von Ärzten, Zahnärzten und Krankenhäusern haben die Hoffnung, dass die FDP eine Rücknahme der verordneten Gängelung erreichen kann, schreibt "Heise online".
Region Nordrhein testet bereits
Gestern wurde die elektronische Gesundheitskarte in der Testregion Nordrhein an Gesetzlich Versicherte ausgegeben. Nach Ansicht von "Heise online" ist die Ausgabe dieser speziellen Versichertenkarte von widersprüchlichen Informationen begleitet. So weisen die mit der Ausgabe startenden Krankenkassen darauf hin, dass die herkömmlichen Krankenversichertenkarten (KVK) nicht ungültig werden.
Bisher hat nur Drittel der Praxen neue Lesegeräte
Als problematisch könnte es sich erweisen, dass selbst in der Testregion Nordrhein bisher nur ein Drittel der Praxen und Krankenhäuser die neuen Lesegeräte, die beide Kartentypen auslesen können, angeschafft haben. In der Region Westfalen und den angrenzenden Bundesländern, die als nächste die neuen Karten ausgeben werden, sind nicht einmal die Verhandlungen über die Gerätepauschalen abgeschlossen.
Bis zum eigentlichen Online-Start der Infrastruktur im Sommer 2011 funktionieren die eGK nicht anders als eine herkömmliche Krankenkassenkarte. Sie enthalten nur die Versichertenstammdaten, die zudem in einem ungeschützten, nicht verschlüsselten Speicherbereich liegen, heißt es im Artikel. Die bisherige Karte unterscheidet sich zunächst allein durch das Foto, das den Kartenmissbrauch verhindern soll.
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