Die Deutschen tun nicht zu wenig für die Private Altersvorsorge, sie tun
das Falsche. Das hat jetzt eine Umfrage von infratest im Auftrag der
Deutschen Postbank AG ergeben. Insgesamt legen die deutschen Haushalte
jedes Jahr 100 Milliarden Euro für ihr Alter auf die hohe Kante und damit
sechs Prozent ihres verfügbaren Einkommens.
"Das wäre im Durchschnitt zwar ausreichend für die Gesamtbevölkerung", sagt
Dr. Marco Bargel, der Chefvolkswirt der Postbank. "Und doch ist das
Ergebnis alarmierend. Denn zu viele sorgen gar nicht vor und zu viele tun
es mit den falschen Mitteln."
39 Prozent der Befragten über 14 Jahren haben noch gar kein Finanzprodukt
zur privaten Altersvorsorge abgeschlossen. Dabei wäre es wichtig, möglichst
früh mit der Altersvorsorge zu beginnen. "Wer direkt nach dem
Berufseinstieg damit beginnt, muss nur vier Prozent seines Nettoeinkommens
für später zurücklegen. Wer aber erst mit fünfzig mit der Altersvor-sorge
anfängt, braucht schon zehn Prozent, wenn er seinen Lebensstandard im Alter
halten will", sagt Bargel.
Über 22 Prozent der Gelder für die Altersvorsorge fließen in Sparprodukte
und Termineinlagen. Diese Produkte sind aber nur bedingt für die
Altersvorsorge geeignet. Sie bieten zwar eine hohe Verfügbarkeit der
Ersparnisse, für die Altersvorsorge ist eine gute Rendite aber wichtiger
als die Verfügbarkeit.