Die FDP will in Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl von der Union die Abschaffung des Krankenkassenbeitrag durch eine so genannte Gesundheitsprämie ersetzen, heißt es im "Handelsblatt". Bedürftige sollen mit Steuermitteln unterstützt werden, um die Prämie bezahlen zu können.
Dem Zeitungsbericht zufolge möchte die FDP zudem eine Entlastung für die Arbeitgeber erreichen. Hierzu plant die Partei ab einem festgelegten Stichtag, den Arbeitnehmern den bis dahin geltenden Arbeitgeberbeitrag der Krankenkasse auszuzahlen. Im Gegenzug müssten sie dann für die Krankenkassenbeiträge komplett selber aufkommen. Steigen die Krankenkassenbeiträge, ist der Arbeitgeber davon nicht mehr betroffen.
Als weitere Neuerung wollen die Liberalen die gesetzlichen Krankenkassen wie herkömmliche Unternehmen dem Wettbewerbs- und Kartellrecht unterwerfen. Im Gegensatz zu privaten Firmen dürften sie allerdings keine Kunden ablehnen. Auch bei den privaten Krankenversichern will die Partei einige Änderungen einführen. So sollen den gut 40 privaten Krankenversichern Grundleistungen vorgeschrieben werden und für alle Bürger geöffnet werden.
Des Weiteren möchte die FDP die Abrechnungen der gesetzlichen Krankenkassen für die Versicherten transparenter machen. Künftig sollen auch sie eine Rechnung über erbrachte Leistungen erhalten, die sie bei ihrer Krankenkasse einreichen müssen. Bislang ist dies nur bei privaten Krankenversichern der Fall.
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