Der Bundesverband der Finanz-Planer e.V. (BFP) rät Verbrauchern zur sogenannten doppelten Rentenkontrolle. Nach Auskunft des Verbandes können Renteninformationen fehlerhaft sein und den Verbraucher so in falscher Sicherheit wiegen. Deshalb müssen die persönliche Renteninformationen regelmäßig überprüft und zusätzliche Geldanlagen frühzeitig getätigt werden. Renteninformationen können einerseits fehlerhaft sein, andererseits führen selbst korrekte Versicherungsverläufe oftmals zur finanziellen Unterversorgung im Alter, so der Verband.
Die Renteninformation enthält Daten des Verbrauchers, die der Berechnung der gesetzlichen Rente zu Grunde gelegt werden. Sie berücksichtigt Ansprüche durch nichtselbständige Arbeit, Erziehungs- und Pflegezeiten und gibt Ausblick auf die mögliche Höhe späterer Zahlungen. "Von Zahlendrehern und Übertragungsfehlern bis hin zu übersehenen Arbeitsjahren gibt es viele Möglichkeiten der fehlerhaften Renten-Information", sagt Bruno Steiner vom BFP. "Wir raten deshalb zur genauen Kontrolle jeder Bescheinigung, selbst wenn der bisherige Versicherungsverlauf korrekt war."
Zusätzlich zu dieser Kontrolle ist die private Altersvorsorge ein absolutes Muss. "Der Blick auf die korrekte Renteninformation ernüchtert so manchen Verbraucher", so Steiner. Weitaus geringere Einkünfte als angenommen stehen höheren Ausgaben als erwartetet gegenüber. Aus heutiger Sicht wird sich das Rentenniveau wohl bei 37 Prozent des letzten Nettogehalts einpendeln, so die Einschätzung des BFP. Der zukünftige Kaufkraftverlust (Inflation) sowie die künftige Besteuerung der Alterseinkünfte erweitern die Rentenlücke zusätzlich.
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