Höhere Beiträge, weniger gesetzliche Rentenversicherung auswirken. Das hat das Mannheimer Forschungsinstitut MEA herausgefunden. Das Institut befasst sich mit den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Wirtschaft.
Nach einer MEA-Studie, die heute in Berlin vorgestellt wurde, müssen Beitragszahler mit steigenden Rentenversicherungsbeiträgen rechnen. Demnach könnte der Beitragssatz für die nächsten zehn Jahre um 0,5 Prozentpunkte höher liegen als ohne Krise.
Künftige Rentnergenerationen müssen sich auf sinkende Renteansprüche einrichten. Für die 1964 Geborenen, die 2031 im Alter von 67 Jahren in Rente gehen, wird der Rentenzahlbetrag nach Berechnungen des Instituts je nach Stärke der Krise um 5,7 bis 9,4 Prozent niedriger liegen als ohne Finanz- und Wirtschaftskrise.
Als Grund sehen die Mannheimer Forscher die krisenbedingt stagnierenden oder sinkenden Löhne. Durch die Wirtschaftskrise werden Einkommenserhöhungen ausfallen. Dadurch werde das Lohneinkommen langfristig unter dem Niveau einer Situation ohne Krise liegen, heißt es in der Studie. Das würde bedeuten, dass auch die Rentenzahlungen permanent niedriger sein müssten als ohne Krise.
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